Am Montag in der Mitte teils kräftiger Regen, teils auch
Gewitter, im Süden schwülwarm und gewittrig, im Norden trocken.
Offenbach, Sonntag, den 14.06.2009, 11:30 Uhr - "Ein flaches
Tief namens ODIN, das von Frankreich her kommend ostwärts über
Deutschland hinwegziehen soll, verspricht unser Land am Montag
in drei Wetterzonen zu teilen. Im Norden bestimmt trockene,
aber relativ kühle Luft das Wettergeschehen. Neben ein paar
Wolkenfeldern zeigt sich auch die Sonne, allerdings ist das
Temperaturgefüge mit 18 bis 23 Grad eher als frühlingshaft zu
bezeichnen. Im Süden liegt dagegen eine ganz andere Luftmasse.
Hier herrscht schwül-warmes Wetter mit verbreiteten Schauern
und teils heftigen Gewittern. Dabei sind durchaus auch
unwetterartige Auswüchse wie Hagel, Starkregen und Sturmböen zu
erwarten. Dazwischen erstreckt sich eine Zone quer über
Deutschland hinweg, in der mit länger anhaltendem Regen, der
durchaus auch schauerartig verstärkt und mit kräftigen
Gewittern durchsetzt sein kann, gerechnet werden muss.
Dummerweise ist auch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht ganz
klar, wo die Grenzen zwischen den drei Zonen liegen werden.
Denn auch in Zeiten von Supercomputern und Wettersatelliten
bleibt die Wettervorhersage ein Spiel mit dem Chaos. Kleinste
Abweichungen (sei es bei Luftdruck, Temperatur oder anderen
Parametern irgendwo in der Atmosphäre) zwischen angenommenem
und tatsächlichem Ausgangszustand der Wetterlage können sich
bei labiler Situation binnen weniger Stunden großräumig
auswirken, und einen deutlich anderen Wetterverlauf
verursachen, als er ursprünglich errechnet wurde. Und da man
schlecht die ganze Erdkugel mit Wetterstationen und
Radiosondenaufstiegen (Wetterballon) zupflastern kann, um
möglichst genaue Anfangswerte für die Vorhersage zu bekommen,
ist man zwischen den Messpunkten immer auf mehr oder weniger
geschickte Schätzungen der benötigten Parameter angewiesen. Und
je nach 'Schätzmethode' können bei entsprechend wackliger
Ausgangslage die Ergebnisse der Computerberechnungen auch recht
unterschiedlich ausfallen.
So wird von einigen Modellen, die am Sonntag Vormittag
gerechnet wurden, die Zone mit den intensivsten Regenfällen für
den Montag etwa auf einer Linie Südpfalz - Mittelfranken -
Bayerischer Wald simuliert. Ein anderes Modell sieht diese Zone
dagegen zwischen Eifel und Thüringer Wald. Möglicherweise wird
das Regengebiet aber auch irgendwo dazwischen die höchsten
Niederschlagsmengen bringen, und natürlich findet sich auch
dafür ein Modell....
Bleibt zu konstatieren, dass es mit Ausnahme des Nordens fast
überall nass wird, irgendwo in der Mitte mit teils anhaltendem
Regen, nach Süden hin auch mit starken Gewittern. Die Details
werden erst in den kommenden Modellrechnungen klarer werden -
oder auch nicht......
Immerhin ist die weitere Entwicklung bis zur Wochenmitte wieder
einigermaßen sicher. So gibt es am Dienstag zunächst weitere
Schauer und Gewitter, von Südwesten her macht sich dann aber
ein neues Hoch bemerkbar, das am Mittwoch verbreitet für
Sonnenschein sorgt."
Das erklärt Dipl.-Phys. Ansgar Engel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie
im Internet unter www.wettergefahren.de
Die Wettervorhersagezentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333
Deutschlandvorhersage:
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Am Montag ist es in Norddeutschland heiter oder wolkig und
meist trocken. In der Mitte fällt aus starker, vielfach auch
geschlossener Bewölkung teils länger anhaltender und
ergiebiger, teils schauerartig verstärkter und mit Gewittern
durchsetzter Regen. Im Süden entwickeln sich bei starker
Bewölkung verbreitet teils heftige Schauer und Gewitter, die
örtlich auch mit Hagel und Sturmböen verbunden sein können. Die
Höchstwerte liegen bei Dauerregen nur um 18, sonst im Norden
zwischen 18 und 23, im Süden zwischen 22 und 26 Grad, bei
längerem Sonnenschein noch etwas darüber. Abgesehen von
Gewitterböen weht schwacher bis mäßiger Wind, im Norden zumeist
um Nord, im Süden aus Südwest, in der Mitte aus
unterschiedlichen Richtungen.
In der Nacht zum Dienstag ziehen die anhaltenden und
ergiebigen, teils gewittrigen Regenfälle allmählich aus der
Mitte in den Norden. Nur der unmittelbare Küstenstreifen bleibt
voraussichtlich noch trocken. Nach Süden hin gibt es weitere
Schauer und einzelne Gewitter, die im Südwesten später
nachlassen. Die Temperatur sinkt auf 17 bis 12, im Norden auf
13 bis 8 Grad.
Am Dienstag ziehen Regen und Schauer aus dem Norden allmählich
ostwärts ab. Sonst ist es wechselnd bewölkt, und im
Tagesverlauf fallen noch einzelne Schauer und Gewitter. Im
Südwesten heitert es dagegen immer mehr auf, und es bleibt
nachmittags vielfach schon trocken. Dort wird es mit bis zu 25
Grad auch recht warm, sonst werden Höchstwerte zwischen etwa 17
Grad im Norden und rund 22 Grad im Süden erreicht. Es weht
schwacher bis mäßiger, an der See frischer, in Schauernähe
stark bis stürmisch auffrischender Nordwest- bis Westwind.
In der Nacht zum Mittwoch lassen die Schauer meist nach, und
die Wolken lockern auf, teils wird es klar. Bis zum Morgen
kühlt es auf 13 bis 6 Grad ab.
Am Mittwoch ist es zunächst verbreitet sonnig, später bilden
sich flache Quellwolken, es bleibt aber trocken, lediglich in
den Alpen kann es ganz vereinzelt einen Schauer geben. Zum
Abend ziehen an der Nordsee dichte Wolken auf. Die Temperatur
steigt meist auf Werte zwischen 19 Grad im Nordosten und 27
Grad im Südwesten. Dazu weht im Norden schwacher, an der See
mäßiger Wind aus West bis Südwest, sonst ist es allgemein
schwachwindig.
In der Nacht zum Donnerstag ist es im Norden wolkig, in
Richtung Küste kann es etwas regnen. Nach Süden bleibt es
gering bewölkt oder klar und trocken. Die Frühtemperaturen
liegen zwischen 16 und 10 Grad.
Deutschlandwetter aktuell im Detail
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NORDWESTEN (Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen)
Am Montag wechseln Sonne und Wolken ab. Die Luft erwärmt sich
auf 15 bis 23 Grad. Es weht ein überwiegend schwacher Wind aus
nördlichen Richtungen. Nachts setzt in Niedersachsen Regen ein,
der bis zum Morgen die Elbe erreicht und örtlich ergiebig ist.
Die Tiefstwerte liegen zwischen 8 und 13 Grad. Der Wind nimmt
etwas aus Nordost zu.
Am Dienstag treten bei wechselnder Bewölkung immer wieder
Schauer auf, zeitweise zeigt sich aber auch mal die Sonne. Die
Temperaturen liegen zwischen 15 und 21 Grad. Es weht schwacher
bis mäßiger Wind aus nördlichen Richtungen. Nachts gibt es kaum
noch Schauer, die Temperatur geht auf Werte um 10 Grad zurück.
Am Mittwoch ist es heiter bis wolkig und überwiegend trocken
mit Höchstwerten zwischen 17 und 22 Grad. Der Wind weht
mäßig aus Südwest bis Süd.
NORDOSTEN (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin)
Am Montag kommt in Brandenburg reichlich Bewölkung auf, die
nachmittags und abends im Süden auch örtlich Schauer bringt. In
Mecklenburg-Vorpommern ist es zunächst heiter, nachmittags
nehmen die Wolken zu, es bleibt aber noch meist trocken. Die
Temperaturen steigen auf 17 bis 24 Grad. Der schwache bis
mäßige Wind dreht auf Nordwest bis Nord. In der Nacht zum
Dienstag ist es bedeckt und regnerisch. Die Tiefsttemperaturen
liegen zwischen 14 und 9 Grad.
Am Dienstag ist es überwiegend stark bewölkt und zeitweise fällt
teils schauerartiger Regen. Die Höchsttemperaturen liegen
zwischen 15 und 22 Grad. Es weht schwacher bis mäßiger
Nordwest- bis Nordwind. In der Nacht zum Mittwoch lockert die
Bewölkung mehr und mehr auf. Die Frühtemperaturen liegen
zwischen 12 und 7 Grad.
Am Mittwoch gibt es viel Sonnenschein, aber auch einige Wolken.
Es bleibt trocken. Es werden 16 bis 24 Grad erreicht. Dabei weht
schwacher, an den Küsten mäßiger Westwind.
OSTEN (Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt)
Am Montag bleibt es im Norden bei nur lockerer Bewölkung
trocken. Nach Süden hin ist es wolkig bis stark bewölkt und in
Thüringen und Sachsen regnet es zeitweise. Einzelne Gewitter
sind nicht ausgeschlossen. Die Temperatur steigt auf 18 bis 23,
im Gebirge 15 bis 19 Grad. Nachts muss überall mit zeitweiligem
Regen gerechnet werden, der gebietsweise ergiebig sein wird.
Die Temperatur geht auf 16 bis 12 Grad zurück.
Am Dienstag ziehen schauerartiger Regen und örtliche Gewitter
nur langsam ostwärts ab. Die Temperatur erreicht Werte um 17,
im Bergland um 15 Grad. Nachts geht die Bewölkung weiter
zurück. Die Temperatur sinkt auf 12 bis 7, im Bergland bis 5
Grad.
Am Mittwoch ist es heiter oder locker bewölkt und trocken. Bei
nur schwachem Wind werden 18 bis 24 Grad erwartet. Nachts setzt
sich das wolkenarme und trockene Wetter fort.
Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus West bis Südwest.
WESTEN (Nordrhein-Westfalen)
Am Montag zieht von Süden her schauerartiger, ergiebiger Regen
heran, der von kräftigen Gewittern begleitet wird. Die
höchste Temperatur liegt zwischen 19 und 24 Grad. Abgesehen von
Gewitterböen ist es schwachwindig. In der Nacht regnet es im
Süden und Osten zum Teil kräftig und gewittrig, bei 16 Grad.
Am Dienstag ziehen Regen und Gewitter ostwärts ab. Zum
Nachmittag lockert die Bewölkung von Nordwesten her auf. Die
Temperatur erreicht 18 bis 22, auf den Bergen um 16 Grad. Der
Wind weht schwach bis mäßig aus West. In der Nacht ist es zum
Teil klar, in der Frühe nebelig, bei 10 Grad.
Am Mittwoch erwartet uns ein freundlicher und trockener Tag bei
23, im Bergland um 19 Grad.
MITTE (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
Am Montag ist es überwiegend stark bewölkt oder bedeckt, und es
fällt teils länger anhaltender, teils auch schauerartig
verstärkter Regen mit eingelagerten Gewittern. Vor allem im
Süden kann der Regen ergiebig sein. Bei anhaltendem
Regen werden kaum mehr als 18 Grad erreicht, sonst liegen die
Höchstwerte zwischen 20 und 24 Grad.
Am Dienstag ist es wechselnd bewölkt. Vor allem nach Norden zu
gibt es einzelne Schauer, teilweise auch Gewitter. Im Süden
bleibt es meist trocken. Die Temperatur steigt auf 16 bis 23
Grad.
Am Mittwoch ist es zunächst sonnig, zum Nachmittag hin auch
örtlich wolkig, und es bleibt trocken. Die Höchstwerte liegen
zwischen 21 und 27 Grad.
Es ist meist schwachwindig, nachts kühlt es auf 16 bis 7 Grad ab.
SÜDWESTEN (Baden-Württemberg)
Am Montag kommt es verbreitet zu kräftigen Schauern und
Gewittern. In schwüler Luft werden 20 bis 28 Grad erreicht,
dazu frischt der Wind aus Südwest mitunter auf, bei Gewittern
sind Sturmböen möglich.
Am Dienstag gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken und vor
allem vormittags noch örtliche Schauer und Gewitter. Die
Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad auf der Albhochfläche und 25
Grad im Rheintal. Der Wind aus Südwest bis West frischt teils
böig auf.
Am Mittwoch scheint öfters die Sonne und es bleibt weitgehend
trocken. Bei überwiegend schwacher Luftbewegung werden
Temperaturen zwischen 20 Grad auf der Ostalb und bis 27 Grad im
Breisgau erreicht.
In den Nächten kühlt sich die Luft auf 16 bis 10 Grad ab.
SÜDOSTEN (Bayern)
Am Montag im Norden häufig Regen oder Schauer, nach Süden zu
wolkig und nachmittags teils kräftige Gewitter. Im Dauerregen
18 Grad, sonst 21 bis 28 Grad, die höchsten Werte im Chiemgau.
Nachts weitere Schauer, 18 bis 13 Grad.
Am Dienstag Schauer, im Süden und Osten auch noch Gewitter,
nachmittags in Franken mehr Sonne. Höchstwerte 18 bis 24 Grad.
In der Nacht nach Südosten abziehende Schauer, von Norden her
weniger Wolken. Tiefstwerte 16 bis 9 Grad.
Am Mittwoch sonnig. Es bilden sich zwar auch ein paar
Quellwolken, es wird aber trocken bleiben. Höchstwerte zwischen
22 bis 27 Grad. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.
Nachts wolkig bis gering bewölkt, 16 bis 10 Grad.
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Mit freundlichen Grüßen
Pressestelle des DWD
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