Mittwoch, 17. Juni 2009

17.06.2009 - Weltwüstentag

Weltwüstentag
Tag: 17. Juni, Gedenktag seit: 1999
 
Im Kontext eines zunehmenden Ackerlandverlustes durch die Wüstenbildung ist die Weltkonvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung in 1994 entstanden. Seit 1999 wird der Weltwüstentag jedes Jahr am 17. Juni organisiert.
 
Der Weltgedenktag zur Bekämpfung der Wüstenbildung (Desertifikation), verweist auf die internationale Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung der Trockenregionen. Voraussetzung dafür sind neben kohärenter Entwicklungspolitik der Geberländer der politische Wille der betroffenen Länder den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ins Zentrum ihrer Politik zu stellen.
 
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen sagt rapide Verelendung und zunehmende Verteilungskonflikte mit weltweiten Auswirkungen als Folge fortschreitender Verknappung der natürlichen Ressourcen voraus. Flüchtlingsbewegungen, politische Destabilisierung und militärische Interventionen der Industrieländer werden sich nicht mehr regional begrenzen lassen, sondern weltweit zu spüren sein. Schon heute sind viele der bewaffneten Konflikte in Afrika Verteilungskämpfe um natürliche Ressourcen (Boden, Wasser, Weidegebiete, Energie). In Zentralasien ist das Konfliktpotential eng mit der Wasserfrage verbunden.
 
Armut ist die Ursache für die Umweltzerstörung in über 100 Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Armut und Umweltzerstörung bewirken und verstärken sich gegenseitig:
 
  • Bereits jetzt leben mehr als eine halbe Milliarde Menschen in Ländern, in denen Wasser knapp ist; in 1-2 Generationen wird über 1/4 der Menschheit in Gebieten mit chronischem oder wiederkehrendem Wassermangel leben.
  • Für 2 Milliarden Menschen (1/3 der Weltbevölkerung) ist Brennholz die wichtigste Energiequelle; dennoch liegt weltweit die jährliche Aufforstungsrate mit 2,6 Mio. Hektar weiter unter der Einschlagsrate von 20 Mio. Hektar.
  • Abnehmende Bodenfruchtbarkeit und Bodenverödung führen zum Verlust von jährlich 5-7 Mio. Hektar landwirtschaftlicher Fläche (Größe Bayerns); auf diesen Flächen könnten bis zu 13 Millionen Tonnen Getreide angebaut, und damit etwa 65 Mio. Menschen ernährt werden.
 
 
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H@rzliche Grüsse,
Michael
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Datum: 2009-06-17
Uhrzeit: 06:49:55 Uhr



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