Dienstag, 26. Mai 2009

Verbraucherschützer warnen vor Capri-Sonne

Bereits seit vierzig Jahren gibt es das Tütengetränk aus deutschen Landen. Capri-Sonne zählt zu den meistgetrunkenen Softdrinks der Welt. Nun warnt die Verbraucherorganisation Foodwatch vor dem bedenkenlosen Konsum des Getränks. Der Hersteller von Capri-Sonne weist die Vorwürfe von sich.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat vor dem bei Kindern beliebten Erfrischungsgetränk Capri-Sonne gewarnt. Jede der Tüten enthalte 6,5 Stück Würfelzucker, wie Foodwatch am Dienstag mitteilte. Außerdem steckten in dem Getränk, das mit großen Früchte auf dem Etikett wirbt, kaum Früchte. In der bekanntesten Capri-Sonne mit Orangen-Geschmack stecken laut Foodwatch nur sieben Prozent Orangen, das seien etwas mehr als zwei Esslöffel.

Für den typischen Capri-Sonne-Geschmack sorgen laut Foodwatch Aroma-Stoffe. Die Verbraucherorganisation wies darauf hin, dass der Capri-Sonne-Hersteller Wild ein weltweit führender Aromen-Produzent ist. Die Verwendung von Aroma werde nur sehr klein auf der Capri-Sonnen-Verpackung vermerkt. Der hohe Zuckergehalt sei für Verbraucher ebenfalls kaum zu erkennen, weil der Hersteller keine Nährwertangaben mache.

Zwar behaupte Capri-Sonne selbst nicht, dass das Kinder-Getränk gesund sei, erklärte Foodwatch. Allerdings werde der Verbraucher mit einer ausgeklügelten Werbestrategie "ganz legal in die Irre" geführt. Foodwatch kritisierte unter anderem, dass der Capri-Sonne-Hersteller trotz der ungesunden Zusammensetzung der Getränks als Förderer von Kinder- und Jugendsport auftrete. "Eltern sollten wissen: Im Schulranzen ist Capri-Sonne fehl am Platze", sagte Anne Markwardt von Foodwatch.

Der Hersteller Wild weist die Kritik der Verbraucherschützer zurück. Die Heidelberger tragen vor, dass Capri-Sonne nur zehn Prozent Zucker enthalte. Diese entspreche dem Zuckergehalt von Fruchsäften. Die zum Einsatz kommenden Aromen seien natürlich, ihr Einsatz sei nicht irreführend. Nur durch die Aromen komme der beliebte Geschmack des Erfrischungsgetränks zu Stande. Niemand rate dazu, ausschließlich die Tütengetränke zu sich zu nehmen.

Capri-Sonne gibt es seit rund 40 Jahren. Das Getränk wird laut Hersteller inzwischen in 18 Ländern produziert und in über 100 Ländern getrunken. Capri-Sonnen-Produzent Wild ist daneben einer der weltweit führenden Produzenten von Aroma-Stoffen, die Lebensmitteln künstlich Geschmack geben.

Foodwatch wendet sich mit seiner Kampagne "abgespeist.de" gegen irreführende Werbepraktiken von Lebensmittelherstellern. Dazu stellt die Organisation auf der
Internetseite regelmäßig Produkte vor, die nach ihren Angaben nicht halten, was sie versprechen.
 
**************************
H@rzliche Grüsse,
Michael
**************************
Datum: 26.05.2009
Uhrzeit: 20:34:02 Uhr



avast! Antivirus: Ausgehende Nachricht sauber.

Virus-Datenbank (VPS): 090525-0, 25.05.2009
Getestet um: 26.05.2009 20:37:31
avast! - copyright (c) 1988-2009 ALWIL Software.


Keine Kommentare: