Montag, 4. Mai 2009

Harzsagenhalle unter Denkmalschutz: Firmen sichern zerfallendes Gebäude

BAD HARZBURG. Es regnet nicht länger rein in der Welt der Harzer Mythen und Sagen. Dirk Junicke, neuer Inhaber der Burgberg-Gaststätte, und Dachdecker Andreas Hackbeil sorgen dafür, dass das Dach der Harzsagenhalle wieder dicht ist. Doch es bleibt weiter viel zu tun.
Nils Hackbeil und Patrick Homann tragen handfest zur Rettung eines Denkmals bei. Die beiden Dachdecker dichten das Dach der Harzsagenhalle ab. Und die kleine Halle auf dem Bad Harzburger Hausberg ebenso wie der darin enthaltene Figurenschrank sind jetzt von der Oberen Denkmalschutzbehörde des Landes Niedersachsen unter Denkmalschutz gestellt worden.

So hoch hinauf dürften Nils Hackbeil und Patrick Homann zumindest in Bad Harzburg noch niemandem aufs Dach gestiegen sein, denn das kleine Häuschen mit den Sagenfiguren thront auf dem Burgberg exakt 483 Meter über dem Meeresspiegel. Einen Blick für die grandiose Aussicht haben die beiden jungen Männer allerdings nicht, dazu gibt es auf dem Gebäude, das Jahrzehnte ungenutzt und verriegelt vor sich hin verfiel, einfach zu viel zu tun.
Und nicht allein auf dem Gebäude. Bei einem Rundgang mit Dirk Junicke, Andreas Hackbeil und Horst Woick, Geschäftsführer des Fördervereins Historischer Burgberg, offenbart sich auf den ersten Blick, dass zum Erhalt der Harzsagenhalle schnell etliche weitere Schritte unternommen werden müssen. Auf der Rückseite verabschiedet sich die hölzerne Wand großflächig.
In den Jahren 1928 bis 1932 durch den Künstler Franz Bergmann und dessen Vater Eduard Bergmann erbaut, war die Halle zuletzt jahrzehntelang geschlossen. 30.000 Goldmark kostete einst das Kleinod, in dem 125 Skulpturen aus Marmor eine Heimstatt fanden. Lediglich im Mai 1996 war die Halle auf Betreiben des Fördervereins Historischer Burgberg in den letzten Jahrzehnten noch einmal kurzzeitig geöffnet.
Dass etwas geschehen muss mit und um die Harzsagenhalle, steht für alle Beteiligten außer Frage. Wobei die Unterschutzstellung des Gebäudes und des Figurenschrankes als Denkmäler die Lösungssuche sicher nicht vereinfacht – und schon gar nicht günstiger werden lässt. Alles in allem jedoch, so Horst Woick und Dirk Junicke, geht es zurzeit vorrangig um die Sicherung der vorhandenen Bausubstanz. Alles weitere müsse dann auch im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept für den Burgberg gesehen werden, dass der Förderverein Historischer Burgberg, unterstützt von der Stiftung Nord/LB – Öffentliche, derzeit erarbeiten lässt.
 
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H@rzliche Grüsse,
Michael
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Datum: 04.05.2009
Uhrzeit: 19:01:41 Uhr



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