Rettung in letzter Sekunde für einen 14-Jährigen aus Wietze: Der Teenager lag ohnmächtig und betrunken an einer Bushaltestelle, als Passanten ihn entdeckten. Der Jugendliche kam nur knapp mit dem Leben davon, weil er schnell ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er hatte 4,9 Promille Alkohol im Blut.
Ein betrunkener 14-Jähriger ist in Wietze (Kreis Celle) leblos in einem Bushäuschen gefunden worden. Der Junge hatte am frühen Sonntagmorgen 4,9 Promille im Blut. Nur eine sogenannte Blutwäsche in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) habe dem Jungen das Leben gerettet, teilte die Polizei mit. Die von einem Passanten alarmierten Rettungskräfte mussten den nicht ansprechbaren Schüler zunächst beatmen. Nach einem Alkoholschnelltest wurde er von einem Celler Krankenhaus sofort verlegt.
Die Polizei ermittelt jetzt, wie der Junge an den Alkohol gelangen konnte und ob sich dabei Erwachsene strafbar gemacht haben. "So viel Bier kann man gar nicht trinken. Bei dem Promillegehalt muss er Hochprozentiges gehabt haben", sagte der Celler Polizeisprecher Christian Riebandt. Der Junge sei seit Sonntagabend außer Lebensgefahr.
Völlig unklar ist noch, woher der Schüler die großen Mengen Alkohol hatte. Derzeit würden seine Familie und Freunde befragt, sagte der Sprecher. Die Eltern zeigten sich den Polizeiangaben zufolge überrascht über den Zustand ihres Kindes. Die Polizei ermittelt nun, ob es sich um "Komosaufen in Reinkultur" handelte.
Schon seit längerem sind landesweit junge Testkäufer im Auftrag der Polizei unterwegs, um den illegalen Verkauf von Schnaps an Minderjährige zu kontrollieren. Bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz drohen Bußgelder.
Michael
Datum: 26.05.2009
Uhrzeit: 07:42:43 Uhr

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